Neue Folge der Serie „Weltuntergang“: Hawking, Buddha, Hollywood

The Empire Strikes Back. Das hat den Leuten von BILD keine Ruhe gelassen, dass SPIEGEL ONLINE sich anmaßt, das Thema Weltuntergang zu besetzen. Die Antwort auf den Artikel „Zwölf Szenarien für den Weltuntergang“, von dem ich vorgestern berichtet habe, ließ nicht lange warten.

Nix mit Asteroiden und Killer-Viren, Super-Vulkanen und Treibhaus-Effekt, Außerirdischen oder künstlicher Intelligenz, ruft uns aus London der BILD-Mann Heiko Roloff zu. Ja und? Womit denn wird sich die Menschheit selbst zugrunde richten?

Die Antwort weiß Stephen Hawking, sagt BILD. Dieser in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlicher Mensch nämlich warnt vor einer Bedrohung, die viel schlimmer ist. Sie steckt in uns allen: die menschlichen Aggressionen. Weiter heißt es: Wir müssen unsere Aggressionen durch Mitgefühl ersetzten.

Ja, das ist es. Tieferlegen. Entspannen. Hawking zeigt uns den Pfad des Siddharta Gautama – hin zu mehr Achtsamkeit, zu einem friedlichen und liebevollen Zustand. Nun, vermutlich haben Herr Abu Bakr al-Baghdadi und Herr Kim Jong-un im Augenblick nicht viel Zeit für solche Mätzchen. Aber vielleicht am 30. Mai, wenn dann das Weltende endlich stattfinden wird („doch keiner weiß in welchem Jahr“), in der Stunde der Wahrheit, der Gleichheit und der Besch…eidenheit. Wenn sieben, zehn oder mehr Milliarden Meerschweinchen in einer Nussschale zusammenrücken und feststellen, sie sind möglicherweise nicht die Krone der Schöpfung.

Hollywood? Ach ja, Eddie Redmayne hat einen Oscar bekommen für seine Rolle als junger Hawking in „The Theory of Everything“, der alte Hawking hat ihm dazu gratuliert. Und am 30. Mai 20xx sind die letzten Oscars zu gewinnen. Milliarden Oscars, alle gleich groß, gleich starr, gleich stumm.

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1 Kommentar

  1. Angelika —   3. März 2015, 13:07 Uhr

    Stephen Hawkins spricht mir aus der Seele. Natürlich sind wir Alle mitverantwortlich durch unser Fühlen und Denken. Alles Materielle hat geistige Ursachen.

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