Ein Bundeskanzler ohne Abitur – warum eigentlich nicht?

Eine Frau als deutsche Kanzlerin wäre vor fünfzig Jahren undenkbar gewesen – für die meisten Bürger und Bürgerinnen (!) der damaligen Bundesrepublik. Nun steht seit vielen Jahren eine Frau an der Spitze unserer Regierung, und selbst für ihre Gegner ist das kein Thema mehr.

Seit gestern ist Martin Schulz in die Schlagzeilen gerutscht, nachdem er zum Kanzlerkandidaten der SPD ausgerufen wurde. Ein Mann, der nie das deutsche Abitur gemacht hat, wird womöglich Kanzler. Undenkbar!?

Wohlgemerkt, mir geht es hier nicht um die Frage: Union oder SPD, Frau oder Mann, große Koalition oder nicht? Sondern schlicht darum: Wann hört in Deutschland endlich der Abiturwahn auf? Der lächerliche Standesdünkel von Leuten, die außer einem sogenannten Reifezeugnis nicht viel zu bieten haben. Das eingebildete Getue und Gerede von Menschen, die sich für gebildet halten und auf jeden herabblicken, der dieses völlig überschätzte Zeugnis nicht erworben hat.

In einem Punkt bin ich mir sicher: Herr Trump wird sich ebenso wenig wie Herr Putin bei seinen Verhandlungen für akademische Grade und Titel interessieren. Geschweige denn für einen deutschen Schulabschluss, den mittlerweile auch Semi-Analphabeten schaffen – das Abi to go.

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