Europa – ein Projekt? Ein Traum? Ausgeträumt?

Die flammende Rede eines Spaniers im EU-Parlament

 

Die Briten haben gerade den Brexit beantragt. Und der spanische Rechtsanwalt und EU-Abgeordnete Esteban González Pons hält ein großartiges Plädoyer für den Zusammenhalt Europas.

Der Mann braucht nicht mehr als 95 Sekunden, um gnadenlos abzurechnen mit Brexit-Fanatikern, Trumps Mauer und Putins Panzern. Er erinnert an Churchill – an Blut, Schweiß und Tränen, die es manchmal braucht, um die Freiheit gegen Terror und Diktatur zu verteidigen.

Ich musste mit den Tränen kämpfen, als ich das Video dieser Rede sah. Denn wir haben nach 1989 eine einmalige Chance vergeben. Es reicht nicht, zu träumen. Aus dem Traum vom wiedervereinigten Europa hätten wir ein echtes Projekt machen müssen! Projektziel: Gründung eines Bundesstaats Mitteleuropa als Teil des EU-Staatenbundes.

Auf Spiegel TV finden Sie das Video der Pons-Rede. Es sollte an allen Schulen Europas im Politik-Unterricht gezeigt werden. 95 Sekunden Inspiration, eineinhalb Minuten für das freie Europa.

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1 Kommentar

  1. Heinrich —   30. März 2017, 11:09 Uhr

    ja die Briten enttäuschen mich. Pons trifft es auf den Punkt, die Briten hören auf von einem gemeinsamen Europa zu träumen. Was macht es für einen Sinn im 21. Jahrhundert sein eigenes Süppchen zu kochen während man soviel Potenzial aufgibt. Die Mitgliedschaft in Europa aufzugeben ist als würde man sein Erstgeburtsrecht für ne Suppe eintauschen: Zu kurzfristig gedacht.

    Um den Bogen zu deinem Beitrag von 2011 zu schlagen: Etwas irreversibles wie eine Bundesrepublik Europa ist riskant: Einerseits würde ich es begrüßen, man wäre stets gezwungen, eine gemeinsame Lösung für ein Problem zu finden (und weniger zu einem Exit verleitet)… andererseits müsste es demokratisch in jedem Land abgestimmt werden, um sich einer langfristigen Zustimmung aller Staaten bzw derer Bevölkerungen sicher zu sein. Aber ich bin ernüchtert, wieviel Europamüdigkeit schon jetzt in vielen Staaten herrscht und skeptisch, ob das je funktionieren wird. Ich glaube den meisten Menschen fehlt ein handfester und verständlicher Grund, warum man Souveränität abgeben und stattdessen an ein zentralisiertes Europa glauben sollte.

    Für mich persönlich ist der Umgang mit Flüchtlingen schon Grund genug um an Europa zu glauben, denn es ist eine europäische Angelegenheit. Wenn man eine Bundesrepublik Europa anstrebe, dann gehören Griechenland, Italien und Spanien dazu. Sie gehören mit zur Lösung aktueller Probleme. Und dann gibts ja noch Trump, Putin, usw. Europäische Antworten sind gefragt!

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