Wahljahr 2017: Wer schafft endlich die 16 Landes-Schulministerien ab …

… und macht Bildungs-Nägel mit Köpfen?

 

Die Lobby ist groß, die Lobby ist mächtig. Das gilt für die Pharma-, die Automobilindustrie … und für die Bildungsindustrie.

Nur, während inzwischen dem letzten Deppen klar geworden ist, dass immer mehr Autos und Pillen uns nicht glücklicher machen, ist es beim Thema Bildung völlig anders. Nur wenige unter den Eltern/Abiturienten/Studierenden scheinen begriffen zu haben (wegen mangelnder Bildung?), dass unsere sechzehn deutschen Länder-Bildungssysteme insgesamt eine Effizienz erreichen, die ungefähr einem Sechzehntel von dem entspricht, was ein einziges Bundes-Bildungssystem – kompakt, gerecht, aus einem Guss – leisten könnte.

Diese zig Millionen Eltern/Abiturienten/Studenten sind alle wahlberechtigt im Wahljahr 2017. Aber nichts passiert. Schweigen der Lämmer. Diese Lämmer haben genug zu tun mit Burka-Gedöns und drohendem Korea-Nuklearkrieg. Tut mir leid, Freunde, aber ich lasse mich nicht so schnell ablenken. Ich stelle die Frage: Welche deutsche Partei fordert in ihrem Wahlprogramm ein Ende des Bildungsföderalismus?

Es wird sie wohl noch weitere 68 Jahre geben – die Kulturhoheit der Länder, diesen Unforced Error in unserer Verfassung, der immer mehr Milliarden verschlingt und immer weniger Bildungsgerechtigkeit schafft.

Auch der aktuelle SPIEGEL-Titel „Glücksspiel ABITUR“ wird daran nichts ändern. Zu viele Lämmer. Keine Partei hat den Mumm, sich mit dem Kartell der Bildungsbeamten und Schulbürokraten anzulegen. Was für jedes Spielkasino gilt, ist auch die Regel Nr. 1 im Bildungs-Roulette:

Die Bank gewinnt immer.

Na, dann weiterhin viel Spaß beim Spielen. Und beim Schweigen.

 

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