Opium

Kraft und Löhrmann schmieren ab mit ihrer NRW-Bildungspolitik

 

„Abitur für alle“, das ist ungefähr so sinnvoll wie „Porsche für alle“. Klar, jeder hat jetzt eine Karre vor der Tür, wo Porsche draufsteht. Sieht auch aus wie ein Porsche. Aber unter der Motorhaube knattert ein Zweitakter, das Getriebe hat einen Vorwärts- und vier Rückwärtsgänge, und das Ding klingt und stinkt wie ein Moped. Es ist ein Moped.

Irgendwann haben es die Wähler an Rhein und Ruhr gemerkt: Schule in NRW, das läuft seit Jahren wie geschmiert, nur in die falsche Richtung. Immer mehr Abiturienten, immer bessere Noten, immer weniger Wissen, Lernfreude, Erkenntnis.

Bei der NRW-Wahl am vergangenen Sonntag gab es nun eine Klatsche für Frau Kraft („Wir lassen kein Kind zurück“) und Frau Löhrmann („Wir wollten in unseren Schulen einiges nach vorn bringen, aber damit waren viele wohl überfordert“). Nein, Frau Löhrmann, Sie waren überfordert mit Ihrem Job. Von Anfang an. Und Sie haben es immer noch nicht begriffen.

Abitur für alle ist Opium fürs Volk.

Wer anderen harte Drogen besorgt, muss aufpassen, dass er das Zeug nicht irgendwann selber nimmt. Nach dem Rausch kommt der harte Aufschlag auf dem Boden der Tatsachen. Die Wählerschaft von Frau Kraft ist um circa ein Fünftel geschrumpft, die von Frau Löhrmann um fast die Hälfte.

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