Sind wir Menschen noch zu retten?

Die Antwort gleich vorweg: nein. Denn das geht gar nicht.

Keine einzige der unglaublich zahlreichen Pflanzen- und Tierarten auf dem Planeten Erde l√§sst sich f√ľr immer „retten“. Auch das¬†System Mensch nicht. In¬†wenigen¬†Milliarden Jahren wird Leben auf der Erde unm√∂glich sein, weil die Sonnenstrahlung dann zu stark¬†geworden ist.

Wenn wir unseren Blick weiten und unbefangen Zeit und Raum betrachten, wird alles ganz klar und einfach: Jeder einzelne Mensch ist sterblich, und die Gattung Mensch wird eines Tages aufhören zu existieren.

Schon das Wort Lebensrettung ist falsch. Es ist eine Beschönigung und zeigt, wie sehr wir uns gegen die Tatsache der Sterblichkeit aufbäumen. Wenn ein Mensch vor dem Ertrinken gerettet wird, ist das eine bewegende, großartige Geschichte. Aber das Leben dieses Menschen wird nur verlängert, nicht gerettet.

Je mehr ich¬†√ľber diese Dinge nachdenke, desto geringer wird die¬†Angst und desto gr√∂√üer die¬†Gelassenheit. Ich begreife, ich bin nicht so wichtig. Und all die anderen auch nicht. Es geht nicht die Welt unter, wenn¬†der Homo sapiens ausstirbt.¬†Und das wird m√∂glicherweise schon bald der Fall sein (–> Wirtschaftswoche: „Das Ende der Menschheit ist nah“ /¬†Nasa-Studie, –> Stern /¬†Stephen Hawking).

Was folgt aus all dem? Carpe diem. Ein Apfelbäumchen pflanzen. Nett zu seinen Freunden, Lebenspartnern und Kindern sein. Projekte machen. Das Leben und die Menschen lieben lernen. Sterben lernen.

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