Freundlichkeit

Maischberger-Talk zum G20-Gipfel: Aggression beginnt im Kopf

 

Hamburg 2017, G20-Gipfel: Eine gewalttätige Minderheit, die ihre Aktionen lange vorher systematisch vorbereitet hat, beherrscht die Berichterstattung in den Medien; 76.000 friedliche Demonstranten werden kaum wahrgenommen.

Und dann die Maischberger-Talkrunde zu diesem Thema. Zwei der sechs Teilnehmer sind schon zu Beginn der Sendung auf Krawall gebürstet. Sie zeigen keinen Hauch von Respekt oder Verständnis gegenüber dem jeweils anderen. Stattdessen Unterstellungen, Herabwürdigungen, persönliche Beleidigungen. Und noch Tage nach der Sendung sorgen sie für Schlagzeilen. Es wird nachgetreten – von der bekennend „sozialen“ Frau Ditfurth und dem notorisch „netten“ Herrn Bosbach.

In meinem Buch „Zu viel Schule, zu dumm fürs Leben“ gibt es ein Kapitel über Freundlichkeit. Warum? Weil ich finde, dass Aggression im Kopf beginnt. Und dass jeder junge Mensch lernen kann, freundlich zu sein – von seinen Eltern, seinen Lehrern oder von Teilnehmern einer TV-Gesprächsrunde.

In dem besagten Kapitel wird die Projektphilosophie-Uhr erwähnt, die ich vor einigen Jahren zusammen mit meinen Schülern entwickelt habe. Zwölf Tugenden werden dabei in Form eines Ziffernblatts aufgelistet, und nicht ohne Grund ist „freundlich“ die Nummer Eins. Denn dieses Merkmal wird am häufigsten von Schülern genannt, wenn man sie fragt, was eine gute Lehrerin oder einen guten Lehrer ausmacht.

Von Laotse sind die folgenden drei Sätze überliefert:

Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit im Geben schafft Liebe.

Ob Frau Ditfurth und Herr Bosbach dieses Zitat kennen?

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